Hausnotruf Zuzahlung: So zahlt die Kasse Ihren Notrufknopf
Viele Senioren im Ruhestand wünschen sich Sicherheit in den eigenen vier Wänden. Eine Hausnotruf Zuzahlung lässt sich dabei oft vollständig vermeiden, wenn ein Pflegegrad vorliegt. Die Pflegekasse erkennt das System als technisches Hilfsmittel an und übernimmt die monatliche Grundpauschale für die Sicherheit im Alter.
So sparen Sie konkret
- Nutzen Sie die Hausnotruf Kostenübernahme durch die Pflegekasse: Bei Vorliegen eines Pflegegrads (1 bis 5) übernimmt die Kasse aktuell eine monatliche Pauschale von rund 25,50 Euro für die Basisleistung.
- Einmalige Anschlussgebühren sparen: Viele Kassen übernehmen zusätzlich die einmalige Bereitstellungsgebühr von ca. 10 bis 20 Euro bei der Erstinstallation.
- Anbieter-Vergleich nutzen: Große Hilfsorganisationen wie das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die Johanniter, die Malteser oder der ASB rechnen oft direkt mit der Pflegekasse ab, sodass Sie nicht in Vorkasse gehen müssen.
- Steuerlicher Vorteil: Sollten Sie keinen Pflegegrad haben und die Kosten selbst tragen, können Sie die Ausgaben als haushaltsnahe Dienstleistung von der Steuer absetzen (bis zu 20 % der Lohnkosten).
- Zusatzleistungen prüfen: Manche regionalen Anbieter gewähren einen Seniorenrabatt auf Komfort-Pakete (z. B. Schlüsselhinterlegung), wenn Sie bereits andere Leistungen dort beziehen oder Mitglied sind.
- Hausnotruf gratis für Senioren: Durch die Kombination aus Kassenleistung und Basis-Tarif erhalten Sie das Gerät in der Grundausstattung effektiv zum Nulltarif.
Voraussetzungen und worauf Sie achten sollten
Damit der Pflegegrad Hausnotruf Zuschuss bewilligt wird, müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein. Erstens muss mindestens Pflegegrad 1 offiziell anerkannt sein. Zweitens muss die pflegebedürftige Person alleinlebend sein oder über weite Teile des Tages allein in der Wohnung verbringen, sodass im Notfall niemand direkt Hilfe leisten kann. Zudem muss ein Zustand vorliegen, der jederzeit einen Notruf erforderlich machen könnte, wie etwa eine erhöhte Sturzgefahr oder chronische Erkrankungen.
Der Antrag sollte idealerweise direkt über den gewählten Anbieter gestellt werden. Diese halten oft fertige Formulare bereit und leiten diese an die zuständige Pflegekasse weiter. Wichtig: Warten Sie mit dem Vertragsabschluss nicht, bis ein Notfall eintritt – die Bearbeitung durch die Kasse kann einige Wochen dauern. Die Vergünstigungen für Rentner werden jedoch meist rückwirkend ab dem Monat der Antragstellung gewährt.
Häufige Fragen
Welcher Pflegegrad ist für die Kostenübernahme nötig? Bereits ab Pflegegrad 1 haben Sie Anspruch auf die Versorgung mit einem Hausnotruf als anerkannte technische Pflegehilfe. Die monatliche Pauschale ist für alle Pflegegrade von 1 bis 5 identisch.
Muss ich die Hausnotruf Zuzahlung selbst leisten? Wenn die Pflegekasse den Antrag genehmigt, übernimmt sie die Kosten für die Basisleistung komplett. Eine eigene Zuzahlung fällt in der Regel nur an, wenn Sie zusätzliche Leistungen wie einen Funk-Rauchmelder, einen speziellen Falldetektor oder eine professionelle Schlüsselhinterlegung beim Anbieter buchen.
Wie beantrage ich den Zuschuss bei der Pflegekasse? Sie müssen keinen formlosen Brief an die Versicherung schreiben. Die meisten Anbieter (wie Johanniter, Malteser oder DRK) übernehmen die gesamte Bürokratie für Sie. Sie unterschreiben lediglich den Antrag beim Dienstleister, der diesen dann zur Genehmigung an Ihre Pflegekasse sendet.
Gilt der Zuschuss auch für mobile Notrufsysteme? Die klassische Kostenübernahme bezieht sich primär auf stationäre Systeme für die Wohnung. Mobile Systeme mit GPS-Ortung für unterwegs werden oft nur anteilig oder bei besonderer medizinischer Begründung übernommen. Fragen Sie hier gezielt nach der Differenzzahlung zwischen Basis- und Mobil-Tarif.
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